Review

Reviews 8.5

FOO FIGHTERS

Color & The Shape

Ausgabe: RH 121

Mit dem vor zwei Jahren erschienenen, selbstbetitelten Erstling hat es Dave Grohl überzeugend verstanden, sich aus dem übermächtigen Nirvana-Schatten zu lösen und trotz vereinzelter musikalischer Reminiszenzen an die Seattle-Legende den FOO FIGHTERS aus dem Stand ein eigenes Profil zu verpassen - eine Basis, auf der man aufbauen konnte. Und diese Möglichkeit wurde konsequent genutzt, wie "Color & The Shape" eindrucksvoll beweist. Mit dem bisher bei Alanis Morissette tätigen Drummer Taylor Hawkins gibt zwar es einen Neuzugang zu verzeichnen, musikalisch hingegen ist alles beim alten geblieben. Harte und krachige, teilweise mit "Bleach"-Schlagseite ausgestattete Rotznummern wie 'My Poor Brain', 'Up In Arms' oder 'Enough Space' stehen einträchtig neben dem smashigen 'My Hero', dem mit leichtem Britpop-Einschlag Marke Swervedriver/Ride versehenen 'Walking After You', dem groovenden 'Everlong' und den Halbballaden 'Hey, Johnny Park!' und 'February Stars'. Mehr noch als auf dem Debüt wird hier jede Nuance ausgelotet und das bestätigt, was wir ohnehin schon geahnt haben: daß die FOO FIGHTERS eine der wenigen verbliebenen Bands der dahinsiechenden Alternative-Community sind, die noch Akzente setzen und im Bedarfsfall auch kräftig Arsch treten kann. Gut so!

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