Review

Reviews 8.5
Speed Metal

FLOTSAM AND JETSAM

Blood In The Water

Label: AFM/Soulfood
Dauer: 53:56
Erscheinungsdatum: 04.06.21
Ausgabe: RH 408

Unfassbar: FLOTSAM AND JETSAM gelingt es nach 35 Jahren im Business, zum dritten Mal in Folge ein echtes Killer-Album abzuliefern. Das Quintett steigt mit dem „Blood In The Water“-Titelstück so dermaßen furios in sein 14. Album ein, dass man das Inferno direkt noch mal hören will, bevor man sich in der Tracklist weiter vorantastet. Da geht es mit ´Burn The Sky´ gleich grandios weiter, bei dem Nevermores Vertracktheit auf Overkill-Rotz trifft. Im weiteren Verlauf beweist die Band erneut Variabilität zwischen Power- und Thrash Metal. Für ´Walls´ vermischen die Musiker gar Jake-E.-Lee-artige Riffs mit Maiden-Melodien und ziehen damit erneut ein heißen Eisen aus dem Feuer. Ähnliches gilt für die intensive Halbballade ´Cry For The Dead´, bei der Eric „AK“ Knutson am eindrucksvollsten beweist, dass Thrash Metal und melodischer Gesang eine mächtige Allianz bilden können. In der zweiten Albumhälfte kann das Quintett aus Phoenix, Arizona, zwar nicht ganz an die Qualität der ersten 27 Minuten anknüpfen, lässt einen Großteil der Konkurrenz aber immer noch alt aussehen. Zudem fällt der unterkühlte Sound aus Jacob Hansens Klangschmiede erneut wenig organisch aus und sorgt für einen Abzug in der B-Note. Fans von Heathen, Anthrax, Artillery, Sanctuary und Nevermore können dennoch bedenkenlos zuschlagen.

Autor:
Ronny Bittner
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