Review

Reviews 8.0
Heavy Metal

FIFTH ANGEL

The Third Secret

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 43:12
Ausgabe: RH 378

Ohne Für und Wider, nur als „objektive“ Feststellung: Bei manchen Comebacks alter Helden merkt man, dass außer den Musikern selbst kaum jemand am Album-Entstehungsprozess beteiligt war (Heir Apparent, Ashbury...), bei anderen scheint sofort durch, dass auch professionelle, erfahrene, in der aktuellen Szene arbeitende Ohren hinter dem „Endprodukt“ stecken. Letzteres ist bei FIFTH ANGEL und ihrem Nuclear-Blast-Debüt „The Third Secret“ klar der Fall, ein Album, das dem selbstbetitelten 1986er Zehn-Punkte-Debüt und dem ebenfalls bockstarken „Time Will Tell“ von 1989 folgt - und dem der Underground seit Jahren entgegenfiebert wie kaum einem zweiten Release. Ob nun der „Entzug“ zu ersten völlig begeisterten Stimmen geführt hat, die des Engels dritte Visitenkarte, diesmal mit Gitarrist Kendall Bechtel an den Vocals, als legitimen Nachfolger der Frühwerke feiern, oder ob´s an einer nahezu deckungsgleichen „Konzeption“ liegt, weiß ich nicht, ich finde halt nur, dass zu lautes Klappern am Ende niemandem weiterhilft. Deshalb: „The Third Secret“ reicht natürlich NICHT ans Debüt heran, und es stiehlt auch nicht „Time Will Tell“ die Show. ABER: „The Third Secret“ ist ein mehr als gelungenes, sehr gut produziertes Metal-Album, das nur hier und da dazu neigt, im Mittelmaß zu versinken (´Queen Of Thieves´, der unauffällige Titelsong), dessen nicht wenige Höhepunkte wie der energetische Opener ´Stars Are Falling´, ´This Is War´ oder der deftige Rausschmeißer ´Hearts Of Stone´ sich im Gegenteil bei kommenden Liveshows, u.a. beim Rock Hard Festival, aber hervorragend zwischen den überragenden Hits der Vergangenheit machen werden, weil sie der Spannungskurve eben nicht entgegenwirken dürften. Und mal ehrlich: Das ist weit mehr, als große Teile der „Konkurrenz“ mittlerweile zu bieten in der Lage sind.

DISKOGRAFIE

Fifth Angel (1986)
Time Will Tell (1989)
The Third Secret (2018)

LINE-UP

Kendall Bechtel (v./g.)
Ed Archer (g.)
John Macko (b.)
Ken Mary (dr.)

DIE PATEN

Wer auf folgende Acts steht, dürfte auch „The Third Secret“ in sein Herz schließen:

Heir Apparent * Queensryche * Q5 * Hittman * Titan Force * Exxplorer * Leatherwolf * Crimson Glory * Impellitteri * Sacred Warrior * Chastain * Icon * Shok Paris * Nightshade * Villain * Glacier * Obsession * Cerebus * Racer X * Eden * Lizzy Borden * Panther * Mistrust * Knight Fury * FireWölfe

Autor:
Boris Kaiser

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