Review

Reviews 9.0

EXODUS

The Atrocity Exhibition (Exhibit A)

Ausgabe: RH 246

(71:42)

Es wird derzeit viel geredet von einem Thrash-Metal-Comeback. So ganz glaube ich noch nicht daran, aber wenn es eine Platte gibt, die diesem Genre zu neuer Energie verhelfen kann, dann ist das die neue EXODUS. Man kann nicht von der Hand weisen, dass es momentan viele junge Thrash-Bands gibt, die ihrer Szene mit guten Veröffentlichungen wichtige Impulse geben. Aber wenn die Großmeister aus der Bay Area mal wieder zu einem echten Vernichtungsschlag ansetzen, dann hat das halt doch noch eine andere Qualität. Zieht euch mal Riffmassaker wie ´Funeral Hymn´, ´The Garden Of Bleeding´ oder ´Bedlam 1-2-3´ rein, und ihr werdet merken, dass nur sehr wenige Konkurrenten dem begnadeten Gitarrenduo Gary Holt/Lee Altus das Wasser reichen können. Ich bin mir sicher, dass diese Tracks in Zukunft ein fester Bestandteil der EXODUS-Liveshows sind und dort keinen Millimeter gegenüber den alten Bandklassikern abfallen werden.

Aber EXODUS können´s nicht nur auf „full speed“. Bei ´Children Of A Worthless God´ oder ´As It Was, As It Soon Shall Be´ geht´s zur Not auch mal mit halber Geschwindigkeit, dafür aber mit viel Gefühl und Melodie - aber ohne, dass sie auch nur ansatzweise an Wucht verlieren. Eine starke Performance liefert dabei auch Frontrüpel Rob Dukes ab, der stimmlich noch ein bisschen näher an seinen Vorgänger Zetro herangerückt ist.

„The Atrocity Exhibition (Exhibit A)“ ist definitiv im oberen Drittel der EXODUS-Diskografie anzusiedeln. Ein Pflichtkauf für Thrash-Lunatics und andere Leute, die es hart, schnell und stilvoll lieben.

P.S.: Hier lohnt es sich sogar mal, den versteckten Bonustrack zu entdecken. ´Bonded By Blood´ in einer Banjo-Version, gesungen von Tom Hunting. Hat was...

Autor:
Frank Albrecht

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