Review

Reviews 9.0

EXODUS

Tempo Of The Damned

Ausgabe: RH 201

(54:26)

Thrasher sind sich einig: „Tempo Of The Damned“ ist ein Comebackalbum geworden, das man in dieser Stärke von der Bay-Area-Legende nicht mehr erwartet hätte! Vergleiche zu den ersten beiden EXODUS-Alben mit Shouter Zetro (der auf „Tempo Of The Damned“ keinen Deut schwächer klingt als vor 15 Jahren), „Pleasures Of The Flesh“ und „Fabulous Disaster“, sind absolut angebracht und keineswegs zu hoch gegriffen. Ultrafett und heavy, aber auch absolut zeitgemäß produziert, schlägt „Tempo Of The Damned“ ab der ersten Note von ´Scar Spangled Banner´ ein wie eine Bombe! Mit dem schon auf einer limitierten Tour-EP veröffentlichten ´War Is My Sheppard´ (dem zweiten Highclass-Thrasher), dem an Overkill erinnernden Stampfer ´Blacklist´, dem brutalen, aber auch sehr eingängigen ´Shroud Of Urine´, dem alten Demo-Klassiker ´Impaler´, dem langsameren, etwas melodischeren Groover ´Throwing Down´ (mit bluesigem Gitarrensolo) oder dem abschließenden, an alte „Bonded By Blood“-Abrissbirnen angelehnten Titelsong ´Tempo Of The Damned´ folgt ein Volltreffer auf den anderen. Old-School-Thrasher wie Destructions Schmier springen schon seit Monaten vor Begeisterung im Dreieck!

EXODUS sind so stark wie in den Achtzigern, ohne dabei im Geringsten altbacken oder überholt zu klingen, verleugnen aber auch nie ihre Thrash-Roots. Dieses Kunststück gelingt bekanntlich nicht vielen reformierten Bands. Hammer!

Autor:
Götz Kühnemund

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