Review

Reviews 8.5

EXODUS

Shovel Headed Kill Machine

Ausgabe: RH 221

(52:58)

Zieht man die Umstände in Betracht, unter denen EXODUS-Leader Gary Holt das nunmehr siebte Studioalbum konzipieren musste, dann kann man vor seiner Leistung einfach nur den Hut ziehen. Drei Bandmitglieder, die den EXODUS-Sound im Laufe der Jahre mehr als nur mitgeprägt haben, mussten ersetzt werden - und das aus Gründen, die nicht nur dem Hauptbeteiligten gewaltig an die Nieren gegangen sind. Mit Ex-Heathen/Die-Krupps-Riffgott Lee Altus und Ex-Forbidden/Slayer-Drummer Paul Bostaph hat Holt zumindest die Instrumentalpositionen mehr als adäquat besetzt. Doch alle Augen richten sich nach der unschönen Trennung von Steve „Zetro“ Souza auf den Sängerposten, der fortan vom unbeschriebenen Blatt Rob Dukes eingenommen wird.

Eins vorweg: „Shovel Headed Kill Machine“ ist nicht ganz so stark ausgefallen wie das Comebackalbum „Tempo Of The Damned“, und einen Übersong wie ´War Is My Sheppard´ sucht man auf der neuen, von Starproduzent Andy Sneap meisterhaft abgemischten Langrille auch vergeblich. Allerdings ist „Shovel Headed Kill Machine“ nach mehrmaligem Hören nahe dran am 2004er Werk und setzt mehrere markante Duftmarken. Dukes gelingt es, wie eine Mischung aus Baloff und Souza zu klingen, Altus und Bostaph fügen sich nahtlos ins Bandgefüge ein, und Holt himself erweist sich abermals als einer der begnadetsten Riffschreiber dieses Planeten. Der Acht-Minuten-Brecher ´Deathamphetamine´ gehört mit einer begnadet typischen EXODUS-Hookline und jeder Menge Tempowechsel ebenso zu den Highlights des Albums wie das sich sofort in die Gehörgänge fräsende ´Karma´s Messenger´ oder der extrem coole Midtempo-Groover ´Shudder To Think´. Und ´44 Magnum Opus´ und der brachiale Titelsong gehören zu den schnellsten EXODUS-Songs aller Zeiten.

EXODUS sind noch lange nicht am Ende und beweisen mit „Shovel Headed Kill Machine“ erneut, dass sie zu den besten und eigenständigsten Thrash-Bands aller Zeiten gehören - auch wenn man sich zunächst daran gewöhnen muss, ohne Baloff oder Souza auszukommen.

Autor:
Patrick Schmidt

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