Review

Reviews 10.0

EXODUS

Let There Be Blood

Ausgabe: RH 258

Zaentz/Soulfood (42:52)

Geht das überhaupt? Kann man ein Album wie das EXODUS-Debüt „Bonded By Blood" tatsächlich neu einspielen, ohne dabei die Atmosphäre und Authentizität zu zerstören? Das Original ist eine Zehn-Punkte-Platte, die als Blaupause des Thrash Metal gilt und von vielen als stilprägender als Metallicas „Ride The Lightning" oder Slayers „Reign In Blood" angesehen wird. Was anfangs wie eine wenig gute Idee wirkte - auch weil von der Urbesetzung lediglich noch Tom Hunting (dr.) und Gary Holt (g.) an Bord sind und es scheinbar unmöglich schien, die kranken Vocals von Paul Baloff zu reproduzieren -, überzeugt letzten Endes doch, denn mit „Let There Be Blood" hat es die Band tatsächlich geschafft, diesem Monumentalwerk ein Denkmal zu setzen. Dafür sorgen die deutlich druckvollere Produktion und der tödliche Groove, der das phasenweise hektische Riffing von „Bonded By Blood" auf das nächsthöhere Level hievt. Dazu kommt eine brillante Vorstellung von Sänger Rob Dukes, der die Hommage an Paul Baloff perfekt abrundet.

Ich kann mich an keine andere Neueinspielung erinnern, die so gekonnt den Old-School-Spirit eingefangen und gleichzeitig mit zusätzlichem Druck versorgt hat. Und weil das Songmaterial sowieso über jeden Zweifel erhaben ist und als Bonus der legendäre Demo-Song ´Hell´s Breath´ erstmalig zu CD-Ehren kommt, kann es für „Let There Be Blood" folgerichtig nichts anderes als die Höchstnote geben.

Autor:
Thomas Kupfer

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