Review

Reviews 9.0

EXODUS

Blood In, Blood Out

Ausgabe: RH 329

Nuclear Blast/Warner (62:19)
Andeutungen, dass sich das aktuelle EXODUS-Album auf Großtaten wie „Bonded By Blood“ oder „Fabulous Disaster“ bezieht, gab es schon länger. Von einer Abkehr von den überlangen Songs der Vorgängeralben war die Rede, davon, dass man stattdessen vermehrt auf Eingängigkeit und - natürlich - packende Riffs setzen würde. „Blood In, Blood Out“ rechtfertigt die Vorschusslorbeeren und überrascht mit einem ultrabrutalen Eröffnungstriple, bei dem sich die Stimme von Zetro phasenweise zu überschlagen droht (und die genau in diesen Momenten Erinnerungen an Paul Baloff heraufbeschwört), ehe sich der Pulverdampf lichtet und man Zeit für eine erste Analyse findet.
Punkt 1: Zetros Gesang verpasst der Band deutlich mehr Charakter und beamt den Hörer zurück in die Hochzeit des Bay-Area-Thrash.
Punkt 2: Der organische Sound, bei dem der Bass endlich mal gleichberechtigt neben den gnadenlos sägenden Gitarren der Herren Altus und Holt zu hören ist, trägt dazu bei, dass sich der teuflische Groove von Drummer Tom Hunting voll entfalten kann.
Punkt 3: Im letzten Drittel des Albums treten Gary Holt & Co. das Gaspedal nicht mehr ganz so entschieden durch, sondern setzen stattdessen auch mal auf fiese Midtempo-Riffs (´My Last Nerve´, ´Food For The Worms´), die man sich mit ein wenig Fantasie auch in Slayer-Songs vorstellen könnte.
Unterm Strich ist „Blood In, Blood Out“, das mit Kirk Hammett und Chuck Billy prominente Gastmusiker auffährt, eine gelungene Verbindung von alter und neuer Schule, wobei dem Quintett der Spagat zwischen Raserei und Eingängigkeit ausnehmend gut gelingt. Auch 2014 gehören EXODUS zur Speerspitze der Extrem-Metal-Bands!

Autor:
Thomas Kupfer

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