Review

Reviews 6.0

ELUVEITIE

Origins

Ausgabe: RH 327

Nuclear Blast/Warner (57:26)
Ich war zwar nie ausgesprochener Fan von ELUVEITIE, habe ihre recht originelle Verbindung von traditionellen Folk- und schwedisch geprägten Death-Metal-Elementen aber immer geschätzt. Auch mit der Veröffentlichung des eigenwilligen Akustikalbums „Evocation I - The Arcane Dominion" musste man der Band einen mutigen Blick über den Tellerrand attestieren. „Origins" ist nun das erste Album, das mich kolossal langweilt, weil es absolut nichts Neues zu entdecken gibt. Im Gegenteil: Die Truppe käut zig Mal gehörte Riffs wieder und verlässt sich auf altbewährte Reißbrettstrukturen, die beinahe so durchkalkuliert wie bei den meisten Metalcore-Releases wirken. Und anstatt die Tröten, Flöten und Drehleiern etwas sparsamer (und somit effektiver) einzusetzen, treibt es das Oktett mit der ständigen - und auf Dauer nervtötenden - Flöterei auf die Spitze. Zudem muss man die Hits unter den 16 Tracks diesmal mit der Lupe suchen, so richtig zünden nur ´The Call Of The Mountains´, ´Vianna´ und mit Abstrichen ´Celtos´. Die personellen Umbrüche (für Violinistin Meri Tadic kam Nicole Arnsberger, Gitarrist Siméon Koch wurde durch Rafael Salzmann ersetzt) sind anscheinend nicht spurlos an den Schweizern vorbeigegangen.

Autor:
Ronny Bittner
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos