Review

Reviews 7.5

EARTHTONE9

Off Kilter Enhancement

Ausgabe: RH 151

Wenn die britische Musikpresse ihre nächste einheimische Sensation feiert, ist immer Vorsicht geboten. Diese ist im Falle von EARTHTONE 9 allerdings unangebracht, zumal Breuschls Lieblingslektüre Kerrang! (Lieblingsgrillanzünder vielleicht... - mb) überraschend treffend kommentierte: "You won't believe they're British!" Was für ein Kompliment! Das Quintett aus Nottingham orientiert sich vorwiegend an amerikanischen Vorbildern, wobei sich dank seiner Vielseitigkeit keine konkreten Parallelen ergeben. Die Band bezieht ihre Einflüsse aus Hardcore, Doom, Noise, 90er-Metal und psychedelischem Indie-Rock, wobei diese verschiedenen Elemente nicht schwerpunktmäßig auf einzelne Songs verteilt sind, sondern sich allesamt in jeder einzelnen Komposition wiederfinden. Das sorgt für Abwechslung und bringt in der Schnittmenge von Neurosis, Crowbar, Motorpsycho und Machine Head angesiedelte Hymnen wie das Titelstück, 'I Nagual Eye' und 'Nameless' hervor, die den Insel-Hype absolut rechtfertigen. Dummerweise findet sich unter den zehn Tracks aber auch der eine oder andere durchschnittliche Song, so daß unterm Strich ein gutes, aber kein überragendes Album steht.

Autor:
Marcus Schleutermann
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