Review

Reviews 9.5

EARTHTONE9

Arc´tan´gent

Ausgabe: RH 162

Bereits mit ihrem letztjährigen Album "Off Kilter Enhancement" und der erst kürzlich veröffentlichten Vier-Track-EP "Hi Point" haben sich EARTHTONE 9 in mein Herz gespielt. Auf ihrem neuen Werk setzt die Band ihre Linie konsequent fort und besticht erneut mit einer faszinierenden Stilmischung, die ihresgleichen sucht. Mit absoluter Selbstverständlichkeit bewegt sich das Quintett aus Nottingham in einem Spannungsfeld voller Gegensätze. Ungestüme (Neo-)Metal-Kraft, sinnvoll dosierte Noise-Attacken und Aggro-Shouting treffen auf zerbrechlichen Gesang, verträumten Indie-Rock, zauberhaft schöne Melodien und Refrains für die Ewigkeit " ein wahnwitziger Husarenritt zwischen Neurosis, Tool und Motorpsycho, der Dank des superben, alles zusammenhaltenden Drummings souverän gelingt. Neben dem bereits von "Hi-Point" bekannten Opener 'Tat Twam Asi' (immer diese bizarren Songtitel!) solltet ihr euch neue Göttergaben wie die balladesken 'P.R.D. Chaos' und 'Walking Day', die beiden Bands wie Soulfly locker in Tasche steckenden Abfahrten 'Star Damage For Beginners' und 'Alpha Hi' sowie das hypnotische 'Yellow Fever' anhören. So innovativ wie seinerzeit Celtic Frost und Faith No More! PS: Bei Erscheinen dieses Heftes touren EARTHTONE 9 gerade im Vorprogramm von Pitchshifter durch deutsche Clubs.

Autor:
Marcus Schleutermann
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