Review

Reviews 8.0
Progressive

DREAM THEATER

Distance Over Time

Label: InsideOut/Sony
Dauer: 60:51
Ausgabe: RH 382

Nach dem eher mäßig aufgenommenen, arg kitschigen Konzeptwerk „The Astonishing“ haben sich die DREAM THEATER-Mitglieder endlich mal wieder alle gemeinsam an einem Ort getroffen, um das 14. Studioalbum zu komponieren. Den Unterschied hört man sofort, „Distance Over Time“ klingt griffiger und organischer als die letzten beiden DT-Scheiben. Mit dem ohne überflüssiges Gehampel mitten in die Zwölf treffenden Opener ´Untethered Angels´ und der dezentes ´Another Day´-Flair verströmenden Halbballade ´Out Of Reach´ liefern die Amis gute Standardkost, drei der übrigen Nummern sind sogar noch besser: ´Fall Into The Light´ plättet mit wunderbarstem Metallica/Priest-Riffing und „Scenes...“-Vibes, beim gänsehäutigen Mini-Epos ´Barstool Warrior´ sind die Gesangslinien genauso toll wie die Gitarrenmelodien, und in ´S2N´ ergänzt sich das moderne, harte Metal-Riffing perfekt mit dem harmoniesüchtigen Refrain.

Den restlichen vier regulären Stücken und auch der cheesigen Bonusnummer ´Velvet King´ merkt man hingegen an, dass das komplette Album in nur 18 Tagen und damit vielleicht ein bisschen überhastet geschrieben wurde. Manchmal sind die Melodien zu blass (´Room 137´, ´Paralyzed´), in einigen Passagen beißen sich harsche Zähnefletschgitarren mit eher süßlichen Vocals (´Pale Blue Dot´), und streckenweise wirken die Arrangements auch nach zahlreichen Durchläufen noch zu zerrissen (´At Wit´s End´). Alles nicht wirklich schlimm und immer noch besser als der Großteil von „The Astonishing“, aber ein Bandklassiker ist „Distance Over Time“ leider nicht geworden.

Autor:
Michael Rensen

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