Review

Reviews 6.5

DISTURBED

The Sickness

Ausgabe: RH 163

In Amerika werden DISTURBED als heißer Newcomer gehandelt. Sie rollen die Charts von hinten auf und haben bereits Goldstatus erlangt. Diese Euphorie kann ich nicht ganz nachvollziehen, denn obwohl die Chicagoer Band nicht schlecht ist, fehlt ihr doch das gewisse Etwas. Stilistisch rangiert sie zwischen der düsteren Atmosphäre von Tool und dem Groove-Riff-dominierten Alternative-Metal von Godsmack, wobei sie beiden Bands kompositorisch nicht das Wasser reichen kann. Einzelne Songs wie beispielsweise der gelungene Opener 'Voices' oder das von Tribal-Drums angetriebene 'Conflict' machen zwar Spaß, aber wenn man "The Sickness" am Stück hört, stellt sich schnell Langeweile ein. Sänger David Draiman macht zuwenig aus seiner an sich charismatischen Stimme, die Rhythmusabteilung geht etwas plump zu Werke, und die Songs sind schlichtweg zu gleichförmig. Dem Material fehlen mehr auflockernde Momente wie das balladeske 'Want' oder das Tears For Fears-Cover 'Shout', das Atrocity auf "Werk 80" allerdings schon besser hinbekommen haben. Wer dennoch neugierig ist: DISTURBED spielen am 21.11. in Hamburg und am 22.11. in Köln je einen Showcase.

Autor:
Marcus Schleutermann

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