Review

Reviews 8.0

DISTURBED

Believe

Ausgabe: RH 185

DISTURBED sind ein gutes Beispiel dafür, dass man (in den USA) auch bei den Kids punkten und zu Multiplatin-Ehren kommen kann, wenn man ohne übertriebene Freak-Attitüde einfach nur mit Wasser kocht und bodenständige, moderne Rockmusik zelebriert. “The Sickness” war ein Album, das einzigst von guten, fast schon spartanisch angelegten Songs lebte, die sofort ins Ohr gingen, zeitlos wirkten und trotz ihrer kompositorischen und produktionstechnischen Begrenztheit einfach gut und packend waren.

Der einzige wirkliche Clou bei DISTURBED hört auf den Namen David Draiman – ein Sänger, der in die Kategorie “unverwechselbar” gehört. Seine Stimme vergisst man nie wieder; diese mysteriöse Art des Singens (mal herzerweichend glasklar, mal eigentümlich rappend, mal packend shoutend) sorgt für das Salz in der Suppe. So auch auf dem Zweitwerk “Believe”, einem Album, das durchgehend verdeutlicht, dass die Band ihr inneres Gleichgewicht gefunden hat.

Allein der Vergleich der beiden Albumtitel zeigt bereits, dass DISTURBED ihre gewohnte Düsterheit, ihren Ärger hinter sich gelassen haben. Viel ausgeglichener, um nicht zu sagen glücklicher gehen die Amis nun zu Werke. Es wird farbenfroher gespielt und gesungen als in der Vergangenheit, “Believe” wirkt eher wie eine Einheit als “The Sickness”, was allerdings zu Lasten der eindeutigen Hits geht. Das neue Album verlangt nach einem Rudi Völler’schen Ausspruch: “Die Mannschaft ist der Star” – sprich: Man muss diese CD als Ganzes bewerten, nicht nach einem einzelnen Hit.

Nu Metal/Rock für Erwachsene (oder so ähnlich...) und damit genauso wertvoll wie z.B. Godsmack.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann

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