Review

Reviews 8.5

DEFTONES

Koi No Yokan

Ausgabe: RH 307

Reprise/Warner (51:43)

Auch auf „Koi No Yokan" setzen die DEFTONES den Trend der letzten Veröffentlichung fort, sich auf eine rockige, groovende Gitarrenarbeit mit starken Hooklines zu fokussieren, anstatt zu sehr auf ausufernde, sphärisch-düstere Sound-Trips zu setzen. Gitarrist Stephen Carpenter verkündete bereits den Einsatz sieben- und achtsaitiger Klampfen, so dass es wenig wundert, dass das siebte Werk der Band aus Sacramento stärker nu-metallische Klänge zulässt, die es bei den Songs ´Poltergeist´, ´Rosemary´ und ´Goon Squad´ zu hören gibt. Den Gegenpol zur harten, rockigen Heavy-Linie bilden Lieder wie das progressiv angehauchte ´Entombed´, die poppige erste Single ´Tempest´ und das episch-verträumte Sieben-Minuten-Opus ´Rosemary´, die sphärische Klangteppiche, verträumten Gesang und eine mystisch-entrückte Stimmung zulassen. Ähnlichkeiten zu „White Pony" sind hörbar, aber an die Klasse dieses DEFTONES-Evergreens kommt die neue Platte nicht heran. Nichtsdestotrotz überzeugen Dynamik, Songwriting-Qualität und Vielfalt auf der nun schon zweiten Scheibe, deren Bass-Parts von Ex-Quicksand-Bassist Sergio Vega in Vertretung für Chi Cheng eingespielt wurden und die erneut von Nick Raskulinecz produziert wurde.

Autor:
Conny Schiffbauer
AMAZON EMPFEHLUNG

Melde dich für unseren Newsletter an und verpasse nie mehr die wichtigsten Infos