Review

Reviews 8.0

DEFTONES

Around The Fur

Ausgabe: RH 126

Angeblich sollen ja Korn, Limp Bizkit, Coal Chamber und die DEFTONES jeweils für sich beanspruchen, diesen Sound erfunden hat. Wer wirklich zuerst da war, ist mir scheißegal. Für mich zählt nur, daß die DEFTONES eindeutig die beste dieser vier Bands ist. Die Combo schafft es nämlich, innovative Sounds im Spannungsfeld von Metal, Hardcore, Indie und Noise zu kreieren, ohne dabei Struktur und Melodie für überflüssig zu erklären. Bei den DEFTONES überzeugen die kompletten Songs und nicht nur einzelne Fragmente. Selbst die so beliebte Laut/leise-Dynamik dient auf "Around The Fur" nicht bloß zum Selbstzweck, weil die Jungs auf überzeugende Art auch mal ruhigere Töne anschlagen können, die durchaus konstruktiv eingesetzt sind und Atmosphäre schaffen (u.a. bei 'Be Quiet And Drive' & 'Dai The Flu'). Das liegt nicht zuletzt an Chino Moreno, der sich die Bezeichnung "Sänger" wirklich verdient und stellenweise an den göttlichen H.R. von den Bad Brains erinnert (z.B. bei 'MX'). Nur der Hidden Track nervt, weil er erst eine knappe halbe Stunde nach dem letzten regulären Song beginnt. Soll es etwa cool sein, eine CD so bedienungsunfreundlich wie möglich anzuordnen?

Autor:
Marcus Schleutermann
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