Review

Reviews 6.5

DEATH SS

Do What Thou Wilt

Ausgabe: RH 142

Die Italiener mit dem megabescheuerten Bandnamen (steht für "Death Of Steve Sylvester", aber wem außer eingefleischten Fans soll sich das schon erschließen, zumal man das Doppel-S auch noch in der bekannten Runenform schreibt...) gelten gemeinhin als Kultband. Angesichts von Songs wie 'The Phoenix Mass', dem mit coolen Samples einer Voodoo-Zeremonie versehenen 'Baron Samedi', 'The Way Of The Left Hand', das mit fetten Orgelparts überzeugt, und dem schnellen Nackenbrecher 'Liber Samekh' kann man den Kultstatus zumindest musikalisch absolut nachvollziehen. In diesen Stücken wird höllisch geiler, schnörkelloser Heavy Metal mit starken Reminiszenzen an die 70er Jahre auf hohem Niveau zelebriert. "Do What Thou Wilt" besteht allerdings auch noch aus fünf weiteren Songs, die allesamt zur Kategorie 08/15-Gothic Metal zu zählen sind. Schwaches Songwriting und die Tatsache, daß Steve Sylvesters Stimme für diese Art Musik einfach nicht geeignet ist, zwingen ein ums andere Mal zum Betätigen der Skip-Taste. Lediglich das durch tighte Rhythmusarbeit bestechende 'Crowley's Law' ist einigermaßen erträglich. Die auf manchen der Stücke hörbare weibliche Stimme gehört übrigens Kay Field, die vor Jahren mal mit einer grottenschlechten Popnummer auf einem Peaceville-Sampler (!) vertreten war. Fazit: einige echte Killersongs, aber keine Killerscheibe.

Autor:
Andreas Stappert
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