Review

Reviews 9.0

DEATH ANGEL

Relentless Retribution

Ausgabe: RH 280

Nuclear Blast/Warner (56:48)

Spornen sich Veteranen wie Overkill, Heathen und Exodus gegenseitig zu Höchstleistungen an, oder gebührt dem Nachwuchs von Evile bis Warbringer diese Ehre? Wie dem auch sei: Nach den zu Beginn genannten Acts kommt in diesem Jahr mit DEATH ANGEL bereits die vierte Thrash-Legende aus den USA mit einem fantastischen Album über den großen Teich. Für meine Begriffe ist „Relentless Retribution" sogar das beste Werk der Todesengel seit „Act III" (1990) und definitiv besser als alles, was die sogenannten „Big Four" des Genres - Metallica, Slayer, Megadeth und Anthrax - in der letzten Dekade veröffentlicht haben.

DEATH ANGEL sind keine satten Rockstars, sondern eine immer noch sehr hungrige, absolut frisch klingende Band. Zudem stellt das sechste Studioalbum der Combo um Frontmann Mark Osegueda und Riffmaster/Co-Sänger Rob Cavestany eine Rückkehr zu den Classic-Thrash-Wurzeln der Band dar, nachdem die letzte Scheibe „The Art Of Dying" vielen Fans doch eine Spur zu rockig war. So tritt der Bay-Area-Fünfer bei Nummern wie ´Truce´, ´River Of Rapture´, ´This Hate´, ´I Chose The Sky´ und ´Where They Lay´ das Gaspedal fast wie in den Achtzigern bis zum Anschlag durch. Für die nötige Abwechslung sorgen das Akustikgitarren-Outro des Nackenbrechers ´Claws In So Deep´, das düster-schleppende ´Absence Of Light´, der Midtempo-Earcatcher ´Opponents At Sides´ und die eher ungewöhnliche Ballade ´Volcanic´. Bleibt zum Abschluss zu hoffen, dass das in Kürze ebenfalls bei Blast erscheinende Comeback der DEATH ANGEL-Blutsbrüder Forbidden ein ähnlicher Hammer ist.

Autor:
Buffo Schnädelbach
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