Review

Reviews 7.0
Speed Metal

DEATH ANGEL

Humanicide

Label: Nuclear Blast/Warner
Dauer: 45:03
Ausgabe: RH 385

Die Meinungen über die neuesten DEATH ANGEL-Outputs gehen redaktionsintern auseinander. Während Buffo „Humanicide“ als das stärkste DEATH ANGEL-Album seit „Act III“ tituliert, gibt es auch Fans der Band, die den aktuellen Werken nicht sonderlich viel abgewinnen können. Zu Letzteren zählen Boris und ich. Seitdem die Truppe mit Produzent Jason Suecof, Bassist Damien Sisson und Schlagzeuger Will Carroll zusammenarbeitet, ist ihr ein wichtiger Teil der Sound-Identität abhanden gekommen. Zum einen hat Jason Suecof dem Quintett einen sterilen Sound verpasst, bei dem so gar nichts mehr swingt und die Gitarren ohne jegliches Bratfett auskommen müssen. Zum anderen hat das Quintett die meisten rockigen Stil-Elemente, die ein Album wie „Killing Season“ besonders interessant gemacht haben, über Bord geworfen. Und so hat die Band auch auf „Humanicide“ wieder die Thrash-Scheuklappen aufgesetzt, um ihr vermeintliches Kernpublikum zu bedienen. Das Problem dabei ist: Im Gegensatz zu den jüngsten Werken von Overkill und Testament, die sich auch wieder ein Stück weit ihrer Vergangenheit angenähert haben, mangelt es dem Album erneut an Überraschungen und - das ist das Gravierende - an Hooks und wirklichen Hits (´I Came For Blood´ und ´Aggressor´ haben noch das größte Hit-Potenzial, können mit den Signature-Songs des Backkatalogs aber nicht richtig mithalten). Wenn man sich Mark Oseguedas eigenständige Vocals wegdenkt, bleibt größtenteils Thrash-Metal-Stangenware. Das ist natürlich alles solide umgesetzt und unterschreitet ein okayes bis gutes Niveau nicht. So richtig packen will es mich aber nicht.

Autor:
Ronny Bittner
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