Review

Reviews 7.0

DARK TRANQUILLITY

We Are The Void

Ausgabe: RH 274

»Das Grundthema des neuen Albums ist die Leere in uns allen. Weil wir es nicht besser wissen, versuchen wir, diese Leere mit unzähligen dummen Dingen zu füllen«, erzählte DARK TRANQUILLITY-Frontmann Mikael Stanne vor einiger Zeit und kann damit im Falle von „We Are The Void“ nur die über weite Strecken unangenehm vordergründigen Keyboards gemeint haben. Nicht dass Martin Brändström auf dem neunten Studioalbum der Melodic-Deather neoklassisch alles zududeln würde; viele Sounds zwischen Kinder-Black-Metal (´Shadow In Our Blood´), metallischer Moderne (´Dream Oblivion´) und Goth-Pop (´The Fatalist´) müffeln allerdings unerwartet cheesy und ziehen ein ansonsten gutes, vom atmosphärisch brillanten Rausschmeißer ´Iridium´ abgesehen allerdings nie überragendes Album ein Stück weit nach unten. Ansonsten gilt: Angezogene Geschwindigkeit (´At The Point Of Ignition´, ´I Am The Void´) steht den Göteborgern nach wie vor besser als angezogene Handbremse (´Arkhangelsk´, ´The Grandest Accusation´), und wenn sie wollen, erreichen DARK TRANQUILLITY sogar das Hitgespür ihrer Ur-Konkurrenten In Flames, die ´Her Silent Language´ mit Sicherheit freudig erregt auf „A Sense Of Purpose“ geparkt hätten.

Autor:
Boris Kaiser
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