Review

Reviews 7.5

DARK FORTRESS

Venereal Dawn

Ausgabe: RH 328

Century Media/Universal (68:40)
Mainman V. Santura (g.) scheint sein kommerziell größtes Vehikel Triptykon zumindest musikalisch tendenziell als Entspannungsfeld zu verwenden, das Extremfrickeln der Drittband Noneuclid zu überlassen und sich dafür bei DARK FORTRESS in einer Schnittmenge aus Anspruch und Aggro umso pudelwohler zu fühlen. Die Extreme werden von den Süddeutschen dabei konsequent ausgenutzt: Der eröffnende Titelsong und der Rausschmeißer ´On Fever´s Wings´ flankieren das Album mit jeweils elfminütiger, dramaturgisch durchdachter Bösartigkeit, ´Lloigor´ strahlt eine feierliche Erhabenheit aus, ´Betrayal And Vengeance´ groovt diabolical, ´I Am The Jigsaw Of A Mad God´ zeigt, wie weit Edel-Black-Metal gehen kann, ohne sich dem Genre-Mainstream zu unterwerfen, und ´Luciform´ beweist erwachsenen, unanbiedernden Mut zu echter Catchiness. Ein paar Längen - komischerweise nie in den wirklich LANGEN Songs - kann man verschmerzen. Zumal on top ein fantasieanregendes Konzept über eine mutierte Sonne kommt, deren Licht man als Mensch nur erträgt, wenn man sich mit dem Blut anderer einreibt.

Autor:
Jan Jaedike

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