Review

Reviews 8.5

DARK FORTRESS

Stab Wounds

Ausgabe: RH 207

(69:26)

Bereits seit zehn Jahren gibt es diese Black-Metal-Band aus dem bayrischen Landshut, die spätestens seit dem letzten Party.San Open Air auch außerhalb des Undergrounds ein Begriff sein sollte. „Stab Wounds", das dritte vollständige Album der Jungs, ist ein höchst reizvoller Hybrid aus den finsteren Melodien Dark Funerals, den anspruchsvollen Riffs und markerschütternden Vocals von Naglfar und dem nihilistischen Feeling Darkthrones. Wolf-Riedscher hat die Band mal als „bösere Naglfar" bezeichnet und den Nagel(far) damit auf den Kopf getroffen.

Bei aller Boshaftigkeit und Härte legen DARK FORTRESS allerdings Wert auf Musikalität, auch wenn sie soundtechnisch dem Black-Metal-Underground verhaftet bleiben (was nicht heißen soll, dass „Stab Wounds" schlecht produziert wäre). Die größtenteils überlangen, verschachtelten, trotzdem oft rasend schnellen Songs entführen die Hörerschaft in eine düstere Welt der Kälte und Depression, aus der es keinen Ausweg mehr zu geben scheint.

Auch wenn ich normalerweise lebensbejahendere Sounds bevorzuge, muss ich gestehen, dass ich mich dem Reiz dieser Scheibe kaum entziehen kann. Zu gut, originell und heavy sind DARK FORTRESS, als dass man sie ignorieren könnte. So ziemlich das Beste, was der deutsche Black Metal zurzeit zu bieten hat!

Autor:
Götz Kühnemund
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