Review

Reviews 9.0

DANKO JONES

Wild Cat

Ausgabe: RH 358

AFM/Soulfood (38:37)
Wer hätte gedacht, dass ein Album von DANKO JONES mal nicht mehr so richtig zünden würde? Beim Vorgänger „Fire Works“ war es so weit. Erstmals in seiner Karriere meinte man, hören zu können, dass ihn die Doppelbelastung als Riffer und Sänger einschränkte. Berechenbar war sein Trio immer, aber auf eine sportliche oder Handwerkerweise. Man wusste, was man bekam, und das bekam man dann auch - zu 110 Prozent. Aber auf einmal fehlte die Leichtigkeit, vielleicht sogar Leidenschaft. Vielleicht war ich auch einfach nur ein bisschen satt. „Wild Cat“ ist nicht mehr und nicht weniger als ausgleichende Gerechtigkeit - ein Meisterwerk des melancholievertreibenden Hauruck-, Haudrauf-, Hauweg-Rock. Das lyrische Potenzgeprotze mit der Zunge in der Backe findet hier einmal mehr eine vollgültige musikalische Entsprechung. Da sind sie wieder, die simplen, aber punktgenauen, dramaturgisch effizienten Wechsel zwischen abgestoppten, Lücken lassenden und nach vorn treibenden Donner-Riffs, die ausgelassenen, schon bei der ersten Wiederholung sich in die Hirnrinde eingrabenden Refrains, die fickrig-neurasthenischen Speed-Nummern. Beim großen Manitu, die Indianerglatze glänzt wieder!

Autor:
Frank Schäfer

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