Review

Reviews 9.0

CULT OF LUNA

Vertikal

Ausgabe: RH 309

Indie/Edel (67:02)

Fünf Jahre nach dem großartigen „Eternal Kingdom" bringt die schwedische Postrock-Institution CULT OF LUNA ein weiteres Konzeptalbum an den Start. „Vertikal" wurde von Fritz Langs SF-Klassiker „Metropolis" inspiriert und kommt demzufolge sehr düster und futuristisch daher. Nach einem auf wabernden Synthie-Sounds basierenden Intro legt das Septett aus Umeå mit ´I: The Weapon´ harsch und aufbrausend los, ehe der Song sich nach ein paar Minuten in ruhigere Gefilde verzweigt und ein „Somewhere Along The Highway"-Feeling aufkommen lässt. Danach lassen CULT OF LUNA mit ´The Sweep´ einen 19-Minuten-Koloss von der Leine, der nach einem düsteren Beginn mehr und mehr Fahrt aufnimmt und sich durch eine klaustrophobische Atmosphäre auszeichnet. CULT OF LUNA schaffen es auch auf Album Nummer sechs, sich neu zu erfinden: Diesmal werden elektronische Elemente und progressive Songstrukturen (sehr gelungen: das fesselnde ´Mute Departure´) deutlicher in den Vordergrund gerückt, alles fein verwoben mit den typischen CULT OF LUNA-Trademarks wie der einzigartigen Melodieführung. Beschlossen wird dieses Ausnahmewerk vom ruhigen ´Passing Through´, das aufgrund der cleanen Vocals eher an den Bandableger Khoma erinnert.

Autor:
Patrick Schmidt
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