Review

Reviews 8.5
Classic Rock Rotzrock

CRAZY LIXX

Forever Wild

Label: Frontiers/Soulfood
Dauer: 49:05
Erscheinungsdatum: 17.05.2019
Ausgabe: RH 385

CRAZY LIXX sind nicht nur eine derjenigen Bands, die Anfang dieses Jahrhunderts die „New Wave Of Swedish Sleaze“ ins Rollen gebracht haben, sondern auch eine der ganz wenigen aus diesen Tagen, die nach wie vor regelmäßig Alben veröffentlichen und auf Tour gehen. Nach „Ruff Justice“ (2017) ist „Forever Wild“ der zweite Output im aktuellen Line-up, und qualitativ ist die Platte mit dem Vorgänger so ziemlich gleichauf. Der Malmö-Fünfer zockt supereingängigen Hardrock mit AOR-Schlagseite, der in der Vergangenheit schon mal ein wenig dreckiger, dafür aber selten runder als auf dem neuen Output klang. Anspieltipps: der flotte Opener ´Wicked´, der Titeltrack ´Never Die (Forever Wild)´ und die bockstarke und überlange Powerballade ´Eagle´.

3 Fragen an CRAZY LIXX-Frontmann Danny Rexon:

Danny, nach diversen Besetzungswechseln in der Vergangenheit scheint euer Line-up stabiler zu sein, seit ihr euch 2016 um die Gitarristen Jens Lundgren und Chrisse Olsson verstärkt habt.

»Ja, absolut. Tatsächlich ist es zum ersten Mal in der Geschichte der Band so, dass wir im selben Line-up eine zweite Platte eingespielt haben. Sonst gab es mindestens immer einen, manchmal auch mehrere Wechsel. Mir gefällt es, wie es jetzt ist - das macht die Arbeit deutlich einfacher. Ich finde, dass „Ruff Justice“ und „Forever Wild“ wie aus einem Guss wirken, weil wir nicht nur in denselben Studios und mit demselben Equipment aufgenommen haben, sondern weil ich auch beide Platten produziert habe.«

Vor etwas mehr als zehn Jahren habt ihr zusammen mit Bands wie Crashdiet und Hardcore Superstar die sogenannte „New Wave Of Swedish Sleaze“ ins Rollen gebracht. Wie erinnerst du dich heute an diese frühen Tage?

»Ich war damals naiver und jünger, aber wir hatten eine ziemlich gute Zeit. Als wir die Band gegründet haben, waren wir uns nicht sicher, ob es überhaupt ein Publikum für diese Art von Musik geben würde, weil in Schweden gerade ein ganz anderer Sound modern war. Die Leute standen auf Melodic Death Metal aus Göteborg und die Sachen, die im Fernsehen gespielt wurden - also vor allem Nu Metal. Wir wollten aber die Musik spielen, die wir selbst mochten - und fanden erst später heraus, dass es noch ein paar Bands im Land gab, die sich in dieselbe Richtung bewegten. Wir klangen zwar nicht komplett gleich, wurden aber trotzdem in dieselbe Schublade sortiert, weil wir sozusagen eine Gegenbewegung waren.«

Wie steht es heutzutage um die Sleaze-Szene in Schweden?

»Die ist quasi nicht mehr existent. Die jungen Fans von damals sind inzwischen 15 Jahre älter, viele haben inzwischen Familie, ich ja auch. Deshalb gehen sie nicht mehr so oft raus. Die Szene hat sich ein Stück weit selbst überlebt, würde ich sagen - denn Sleaze steht meiner Meinung nach immer auch ein wenig für Jugendlichkeit.« (jp)

Autor:
Jens Peters
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