Review

Reviews 7.5

CONVERGE

All We Love We Leave Behind

Ausgabe: RH 306

Eptaph/Indigo (38:31)

Wenn Kollege Kaiser in seinem Review zur letzten CONVERGE-Scheibe „Axe To Fall“ sinngemäß schreibt, dass das Krawall-Quartett aus Boston musikalisch bereits alles gesagt hat, kann man dem entgegensetzen, dass Kurt Ballou & Co. ebenso gut immer und jederzeit dazu in der Lage sind, sich selbst zu erneuern. Und siehe da: „All We Love We Leave Behind“ ist anders als die letzten Werke der Hardcore-Könige. Das fängt an bei der Länge der einzelnen Songs (mehr als viereinhalb Minuten sind diesmal nicht drin) und endet bei der überraschenden Reduziertheit und Rohheit der Musik. Quirlig, frisch, agil und unheimlich rootsorientiert prügelt sich der Vierer durch seinen neunten Longplayer, ohne dass man als Fan der Band auf typische Mathcore-Extravaganzen verzichten muss. Ruheoasen in Form von längeren, getragenen Songs sucht man auf „All We Love We Leave Behind“ aber (fast) vergeblich. Somit erreichen CONVERGE diesmal zwar nicht die charismatische Tiefe von Überalben wie „Jane Doe“ oder „No Heroes“; das Beleuchten anderer, ureigener Stil- und Soundaspekte hat aber auf jeden Fall Charme und wirkt unterm Strich durchaus erquickend.
 

Autor:
Patrick Schmidt
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