Review

Reviews 8.0

CHILDREN OF BODOM

Halo Of Blood

Ausgabe: RH 313

Nuclear Blast/Warner (41:43)

Wenn Alexi Leiho in Interviews erklärt, sich anlässlich der Veröffentlichung des achten Studioalbums der Bandgeschichte auf seine Roots besonnen zu haben und gleichzeitig Peter Tägtgren dafür lobt, im Studio alles aus seinem Gesang herausgeholt zu haben, dann reagiert er damit sehr wohl auf die zwischenzeitlich lauter gewordene Kritik der Basis, die den letzten Platten der einstigen Shooting-Stars vorhersehbares Songwriting vorwarf. „Halo Of Blood“ ist denn auch mit deutlichem Abstand die härteste CHILDREN OF BODOM-Scheibe der jüngeren Vergangenheit, hat aber trotzdem genügend eingängige Hooks und Mitgrölrefrains auf Lager, um neue Fans und Die-hards gleichermaßen zu gefallen. Ein Widerspruch? Keineswegs, denn die typischen Trademarks der Band, diese atemberaubend schnellen Hochgeschwindigkeitsriffs und Soli, die massiv drückende Rhythmussektion und die rasenden neoklassischen Keyboardpassagen dominieren nach wie vor, wirken aber nicht mehr so verspielt, sondern haben an Ruppigkeit gewonnen. Und mit dem erhabenen ´Dead Man´s Hand On You´ bei dem Alexis Gesang so ausdrucksstark wie nie zuvor klingt, spielt das Quintett eine Trumpfkarte, die einmal mehr das riesige Potenzial der Jungs bestätigt.

Manchmal muss man den Mut aufbringen, einen Schritt zurück zu gehen. Genau das haben CHILDREN OF BODOM mit „Halo Of Blood“ getan.

Autor:
Thomas Kupfer
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