Review

Reviews 8.0

CHILDREN OF BODOM

Blooddrunk

Ausgabe: RH 252

(36:51)

Ihren ganz besonderen Reiz bezogen CHILDREN OF BODOM schon immer aus der Tatsache, dass man es hier nicht nur mit einem Haufen exzellenter Musiker, sondern auch mit fünf unberechenbaren Typen zu tun hat. Bloß die vorgegebene Erwartungshaltung zu erfüllen, war noch nie die Sache von Alexi Laiho und seinen Sidekicks, und „Blooddrunk“ macht da keine Ausnahme: Zig andere Bands hätten sich nach einem erfolgreichen Album wie „Are You Dead Yet?“ entspannt zurückgelehnt, das bisherige Konzept weitergesponnen und Änderungen im Bandsound schlicht ausgeschlossen. Anders die Finnen, denn „Blooddrunk“ ist weitaus weniger griffig und eingängig als der Vorgänger ausgefallen, die Vocals von Alexi klingen um einiges angepisster, und statt Midtempo-Material dominiert filigranes Highspeed-Geschredder. Nummern wie der heftig losballernde Opener ´Hellhounds On My Trail´, ´Lobodomy´ oder das bereits bekannte ´Tie My Rope´ beweisen einmal mehr, dass CHILDREN OF BODOM zu den wichtigsten Szenebands gehören.

Dem daraus resultierenden Druck begegnen sie mit einer herzerfrischenden Fuck-you-Attitüde, und dass keiner der neun auf dem Album stehenden Songs als perfekte Radiosingle über den Zielstrich geht, ist vielleicht das beeindruckendste Statement der Band. Für kommerzielles Anbiedern oder das verzweifelte Suchen nach dem nächsten Trend sind andere zuständig. CHILDREN OF BODOM ziehen nach wie vor konsequent ihr eigenes Ding durch. Respekt dafür!

Autor:
Thomas Kupfer

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