Review

Reviews 8.0

CASTLE

Under Siege

Ausgabe: RH 325

Ván/Soulfood (34:05)
Habe ich mich nur an den Sound dieser amerikanisch-kanadischen Zusammenrottung gewöhnt, oder sind CASTLE auf ihrem dritten Album tatsächlich zugänglicher geworden? Keine Ahnung. Tatsache ist jedenfalls, dass man die melodischen Puzzleteile zum ersten Mal nicht selber mit viel Aufwand zusammensetzen muss, sondern dass zumindest ein Teil der Platte, der beinahe episch-hymnische Opener ´Distant Attack´ z.B. oder das knackige ´Powersigns´, offensiv um Aufmerksamkeit buhlt. Das steht der einmal mehr Versatzstücke aus Proto-Metal, Doom und Thrash verwurstenden Combo, deren Frontfrau Liz Blackwell nach wie vor mit spröden, aber unter die Haut gehenden Vocals zwischen „Leck mich doch!“ und „Hex-hex!“ überzeugt, wirklich prima und hat mit Ausverkauf nichts zu tun. ´Be My Ghost´ könnte in Teilen auch von The Devil´s Blood stammen, beim Rauswerfer ´Evil Ways´ legt Gitarrist Mat Davis mit seinem Gesang Danzig-artigen Ausdruck über ein verlangsamtes „South Of Heaven“-Riff, und ´Pyramid Lake´ ist die arschcoolste ´Sweet Leaf´-Huldigung, die mir je untergekommen ist. Ergo: Guter Geschmack muss nicht teuer sein. Schon mit 15 Euro seid ihr dabei.

Autor:
Boris Kaiser

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