Review

Reviews 8.0

CANDLEMASS

Death Thy Lover

Ausgabe: RH 349

Napalm/Universal (25:32)
Da ist das Ding: Die Könige des Epic Doom offerieren mit der Vier-Track-EP „Death Thy Lover" ihre ersten neuen Songs seit „Psalms For The Dead" von 2012 - und die ersten mit Frontmann Mats Levén überhaupt. Stimmen, die den auch von Malmsteen, At Vance, Treat oder Firewind bekannten Sänger trotz „objektiv" hervorragender Leistung, die die Band zudem näher an „Tales Of Creation" als die vor allem im Nachhinein eher unglückliche Robert-Lowe-Phase heranrückt, als zu clean und „süßlich" für CANDLEMASS empfinden, werden auch jetzt nicht verstummen, übersehen dabei aber einmal mehr, dass die Schweden - vom „Epicus Doomicus Metallicus"-Debüt vielleicht abgesehen - noch nie Gottes dunkelste Gesandte waren, sondern immer schon mit einem halben Bein im, nun ja, Mainstream standen. Das abschließende, seltsam höhepunktarme Instrumental ´The Goose´ klingt ein bisschen so, als hätte man unbedingt noch einen weiteren Song gebraucht (ich tippe, es war auch so), die anderen drei Stücke machen allerdings mächtig Bock auf ein ganzes Album - mit dem vor allem in den Strophen eher flotten Opener und Titeltrack als Höhepunkt, der noch nicht mal neben ´The Well Of Souls´, ´Mirror Mirror´ oder dem zu oft vergessenen ´The Dying Illusion´ abstinkt. Bangen sie das fuckin´ Kopf, Mann!

Autor:
Boris Kaiser
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