Review

Reviews 8.0

CALIBAN

I Am Nemesis

Ausgabe: RH 297

Century Media (45:31)

Nachdem schon „Say Hello To Tragedy“ eine Befreiung aus dem engen Metalcore-Korsett war, verfolgt „I Am Nemesis“ diesen Weg so selbstbewusst wie souverän weiter. Fällt der Einstieg mit der musikalisch gelungenen, aber klischeehaften Selbstbeweihräucherung ´We Are The Many´ ein wenig flach aus, steigt das Niveau dieses feinen Albums im Anschluss unaufhörlich. Beeindruckend ist dabei die Subtilität der zahllosen Details, ob nun die Elektronik in ´Broadcast To Damnation´, die cleveren Gitarrenharmonien von ´No Tomorrow´ oder die an Muse erinnernde Hookline des finalen ´Modern Warfare´. Hier gibt es jede Menge zu entdecken, ohne dass die kurzen Songs je überladen oder gar verkopft wirken würden. Und apropos „Hookline“: An der größten Qualität der Band hat sich rein gar nichts geändert. Ihre Refrains spielen in diesem Genre in Deutschland immer noch in einer ganz eigenen Liga. Was mit „I Am Nemesis“ umso mehr auch für CALIBAN selbst gilt.

Autor:
Tobias Blum

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