Review

Reviews 8.5

CALIBAN

Gravity

Ausgabe: RH 347

CALIBAN beweisen auf ihrem zehnten Album erneut, dass sie längst nichts mehr mit der 08/15-Metalcore-Durchschnittsmischpoke zu tun haben. „Gravity" verweist mit dem härtesten Gitarren-Sound in der Karriere des Quintetts die Moshpit-Konkurrenz zwar auf die Plätze, punktet aber gleichzeitig mit noch mehr melodischen Vocals, die diesmal allerdings erstmals überwiegend von Front-Brüllwürfel Andy Dörner gesungen werden. Gitarrist Denis, der bisher für den cleanen Gesang verantwortlich war, kommt nur noch in den Refrains ergänzend dazu. Das Ergebnis sind melodische, aber gleichzeitig rauere Melodien, die bestens zum kantigeren Gesamtsound der Platte passen. Als Gast-Musikerin mischt u.a. Arch-Enemy-Sängerin Alissa White-Gluz mit, die dem mächtig-düsteren Pro-Animal-Rights-Track ´The Ocean´s Heart´ mit sirenenhaften Backings richtige Gänsehaut-Atmosphäre verpasst. Generell steht CALIBAN der epische und zum Teil von Keyboards unterlegte Sound, der manchmal an den sphärischen Bombast von Devin-Townsend- oder Peter-Tägtgren-Produktionen erinnert, sehr gut zu Gesicht. Weitere Highlights der Platte sind der im Refrain entrückt rüberkommende Opener ´Paralyzed´, das ohrwurmige ´Who I Am´ sowie das ebenfalls extrem eingängige ´Walk Alone´. „Gravity" ist eines der ersten Veröffentlichungs-Highlights des Jahres!

Autor:
Conny Schiffbauer
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