Review

Reviews 7.0

BRING ME THE HORIZON

Count Your Blessings

(36:11)

Wer heutzutage in sein will, hört Deathcore. MySpace spuckt täglich neue Bands aus, die Death Metal und Metalcore verquirlen. Eine der führenden Gruppen dieses Genres könnten BRING ME THE HORIZON werden, die es in ihrer englischen Heimat dank Internet-Hype bereits zu einem ansehnlichen Bekanntheitsstatus gebracht haben. Nach dem sie 2005 die EP "This Is What The Edge Of Your Seat Was Made For” veröffentlicht hatten, folgte ein Jahr später der erste Longplayer "Count Your Blessings”. Die Truppe um Fronter und Mädchenschwarm Oliver Sykes fährt ein amtliches Soundbrett zwischen Uptempo-Parts und fetten Breakdowns. Verfeinert wird das Ganze mit Gitarren-Soli, Blastbeats, Doublebass-Parts, fiesem Gekreische und derben Growls. Quasi die Symbiose aus der Schnelligkeit von The Black Dahlia Murder und der im Metalcore momentan so populären Moshparts, wie sie z.B. Parkway Drive gerne einsetzen. Das ständige Hinarbeiten auf das nächste Break wirkt auf Dauer allerdings ermüdend und macht die Mucke arg vorhersehbar. Hier würde etwas Variation dem Gesamtbild gut tun. Einzig das wunderschöne Instrumental "15 Fathoms & Counting” fällt aus dem Rahmen. Trotz der fehlenden Abwechslung ist den Sheffieldern aber ein überzeugendes Werk gelungen, das vor allem bei jungen Metal-Fans auf offene Ohren stoßen sollte.

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