Review

Reviews 7.0

BONEDUST

Prototype

Ausgabe: RH 196

(36:49)

Obwohl BONEDUST zu den jüngsten Formationen des Zürcher Undergrounds gehören, stecken hinter dem Bandnamen einige der ältesten und renommiertesten Köpfe der Schweizer Metal-Szene. Neny Dukic, der bereits für Sickening Gore und Reactor hinterm Mikro stand, gründete die Combo im Sommer 2000 und holte sich unter anderem Messiah-Drummer Steve Karrer und PX-Pain-Riffmeister Oli Ender ins Boot. Gemeinsam spielten sie den Neo-Industrial-Brocken "Prototype" ein, den man im Herbst 2002 bereits als Support von Prong präsentieren durfte.

Stilistisch bewegt sich der Sechser zwischen Fear Factory, Oomph!, KMFDM, The Kovenant und Rammstein. Zwischen markigen Break-Beats, futuristischen Trance-Klängen und eingängigen Synthies braten fette Riffs und ein wenig saftlos geratene Computer-Drums. Die brachialen Monstershouts von The Machine bieten einen aggressiven Gegenpol zu den melancholischen Melodielinien von Dukic. Die dadurch gewonnene Abwechslung im Songwriting kann über die phasenweise monotonen Stampf-Rhythmen der Sorte Scooter in ´A Better Tomorrow´ und ´Modern Primitives´ hinwegtrösten. Die Highlights der Scheibe sind das treibende Electro-Epos ´Darkside´, der Riff-lastige Space-Smasher ´Love Is Pain´ und das kraftvolle ´Breaking The Silence´.

Bis auf wenige Schwachpunkte ein gelungenes Debütalbum.

Autor:
Conny Schiffbauer
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