Review

Reviews 10.0

BOLT THROWER

Mercenary

Ausgabe: RH 136

Ach, ist das schön. Daß mein altes Deathmetallerherz das noch erleben darf. 'Mercenary' ist das geilste Death Metal-Album seit Obituarys 'The End Complete', und das macht mich glücklich. Genau diesen Impuls hat die Death Metal-Szene gebraucht. Waren es im letzten Jahr Six Feet Under und Hypocrisy, die es verstanden, der DM-Community wieder Leben einzuhauchen, so beweisen nun BOLT THROWER, daß man diesen Sound nach wie vor meisterhaft zelebrieren kann, ohne sich von ihm wegzubewegen. Denn 'Mercenary' ist britischer Todesmetall in Reinkultur. Keine Kompromisse. Keine Gothic-Einflüsse. Keine Black Metal-Elemente. Nur alles zermalmende Doublebass-Attacken, messerscharfe Salven der Riffmeister Thomson/Ward, pumpende Baßläufe, hammerharte, aber klar verständliche Growls von Karl Willets. Und dazu, oh mein Gott, DIESE MELODIEN!!!!! Nur an den Sound muß man sich gewöhnen, hat er doch nicht ganz das volle Volumen einer Colin Richardson-Produktion. Aber schon nach dem 20. Durchlauf willst du gar keinen anderen Sound mehr. In diesem Sinne: Danke, BOLT THROWER, daß ihr durchgehalten habt. Danke, daß ihr uns für die lange Wartezeit mit diesem Hammer entschädigt habt. Schön, daß es euch noch gibt. Ich kann nicht anders: Höchstwertung!

Autor:
Frank Albrecht

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