Review

Reviews 4.0

BODY COUNT

Murder 4 Hire

Ausgabe: RH 231

(45:15)

Auch wenn die Verquickung von Thrash-Metal-Riffs und Rap als innovativ abgefeiert wurde: Hätte auf dem 1992 erschienenen BODY COUNT-Debüt nicht ein Song namens ´Copkiller´ einen unglaublichen Medienrummel im konservativen Amerika ausgelöst, wäre diesem Album niemals solche Beachtung geschenkt worden. Aber egal: Was vor 14 Jahren für Aufregung sorgte und sich passabel verkaufte, funktioniert anno 2006 gar nicht mehr. Heute muss sich Frontmann Ice-T den Vorwurf gefallen lassen, ein konstruiertes, voraussehbares Album vorgelegt zu haben, das größtenteils aus Midtempo-Nummern besteht, die auf unglaublich simplen Riffs basieren. Noch dazu leidet „Murder 4 Hire" unter einer wirklich üblen Produktion. Die Instrumental-Parts kommen dermaßen saft- und kraftlos daher, dass man die Band, die früher für Rebellion gegen das weiße Amerika und pure Aggression stand, nur noch im unteren Mittelfeld der heutigen Szene einordnen kann.

Autor:
Thomas Kupfer
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