Review

Reviews 9.0

BLUE ÖYSTER CULT

Heaven Forbid

Ausgabe: RH 132

Mein Gott, ist es wirklich schon 17 Jahre her, daß BLUE ÖYSTER CULT mit "Fire Of Unknown Origin" ihr letztes überragendes Album veröffentlichten? Hört man sich "Heaven Forbid" an, könnte man meinen, es lägen gerade mal zwei, drei Jahre zwischen diesen beiden Scheiben, die stilistisch und qualitativ viel gemeinsam haben. Dabei beginnt "Heaven Forbid" mit dem Groove-Rocker 'See You In Black' überraschend modern, bevor die eigentliche Zeitreise mit den beiden Supernummern 'Harvest Moon' (sehr atmosphärischer Ohrwurm) und 'Power Underneath Despair'(typischer BÖC-Hardrock vom Allerfeinsten) losgeht. Und dann folgen eigentlich nur noch Songs, die auch bestens auf die BÖC-Klassiker der Siebziger gepaßt hätten und - wie man es von der Band gewohnt ist - alle Schattierungen anspruchsvoller Rockmusik abdecken. 'Damaged', 'Cold Gray Light Of Dawn', 'Still Burnin'' und der Live-Bonustrack 'In Thee' (stammt ursprünglich vom '79er Album "Mirrors") sind nur vier weitere Paradebeispiele für das außergewöhnliche Songwriting einer Band, der ich ein solch starkes Album beim besten Willen nicht mehr zugetraut hätte. Respekt!

Autor:
Götz Kühnemund
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