Review

Reviews 8.0

BLUE ÖYSTER CULT

Curse Of The Hidden Mirror

Ausgabe: RH 171

Kollege Wolfi war mächtig besorgt, ob unter diesem Review auch die richtige Note stehen würde. Keine Angst, Herr Schäfer, weniger als acht Punkte kann man auf das Scheibchen der New Yorker Hardrock-Legende selbst beim übelsten Willen nicht geben, ohne von schlaflosen Nächten heimgesucht zu werden.

Das zweite Scheibchen seit der Reunion 1998 (1994 erschienen mit „Cult Classics" bereits Neuaufnahmen diverser Evergreens) überzeugt mit ebenso warmen wie kernigen Vibes, voll und ganz durchgereiften Sounds, abwechslungsreichen Arrangements und einer ganzen Reihe packender Melodielinien. Eine souveräne Produktion, die mit ihrer zeitlosen Lebendigkeit auf einer Stufe mit Könnern wie Great White steht, statt eines Westcoast-Touchs allerdings eher ein paar Schlenker Richtung Süden nimmt und zwischenzeitlich gar eine Hommage an Led Zeppelin im Programm führt (´One Step Ahead Of The Devil´). Aber auch mit starken Tracks wie ´Dance On Stilts´, ´The Old Gods Return´, ´Pocket´, ´Here Comes That Feeling´ oder ´Out Of The Darkness´ beweisen die Herren Bloom, Dharma, Lanier und Miranda (witzigerweise durch die Bank mit Keyboard-Credits verewigt) sowie Ex-Rainbow-Drummer Bobby Rondinelli, dass sie keineswegs darauf aus sind, ein paar fixe Aufguss-Dollars abzustauben, sondern nach wie vor mit ähnlicher Substanz gesegnet sind wie "elder statesmen" der Güteklasse Uriah Heep oder UFO.

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