Review

Reviews 6.5

BLOODY HAMMERS

Bloody Hammers

Ausgabe: RH 308

Soulseller/Soulfood (41:43)

Zwei Schritte zurück, keinen nach vorn. Nach diesem Prinzip bewegen sich immer mehr Künstler auf der Suche nach dem akustischen Gegenstück zur digital getriggerten Wall of Sound und entdecken die faszinierende Kombination aus staubigem Röhrenverstärker und muffiger Kalottenvibration für sich. Auch der amerikanische Düstermusiker Anders Manga ist dem Reiz des Gestrigen verfallen und verlässt mit dem im Alleingang eingespielten BLOODY HAMMERS-Debüt sein angestammtes musikalisches Revier, um im Nachlass von Roky Erickson und Bobby Liebling sein Glück zu finden. Die Songs pendeln zwischen traditionellem Seventies-Doomrock und der Horror-Attitüde des frühen Gothpunk, sind handwerklich gut gemacht, obwohl ihr Fokus eher auf der Atmosphäre als auf Eigenständigkeit liegt. Mit diesem Anspruch reicht das BLOODY HAMMERS-Album aus, um Manson- und The-69-Eyes-Fans einen Halloween-Soundtrack zu verpassen. Um aber in der Wolke der musikalischen Okkultisten und der ihnen in Scharen folgenden Scharlatane eine nachhaltige Schwefelmarke zu setzen, ist „Bloody Hammers“ zu trocken und bieder.

Autor:
Jakob Kranz
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