Review

Reviews 7.5

BLAZE

Tenth Dimension

Ausgabe: RH 177

Nach dem mehr als überzeugenden musikalischen Befreiungsschlag „Silicon Messiah“ dürfte sich der Interims-Maiden-Fronter bei der Metal-Gemeinde rehabilitiert haben, zumal sich der bei den eisernen Jungfrauen hörbar überforderte und stets gehemmt wirkende sympathische Hüne im Folgenden auch live keine Blässe gab und eindrucksvoll bewies, dass mit ihm auch zukünftig zu rechnen ist. Entsprechend groß war natürlich die Vorfreude auf den zweiten Streich, der seinem Vorgänger allerdings beim besten Willen nicht das Wasser reichen kann.

Das beginnt bei der recht leb- und drucklosen Produktion von Andy Sneap und endet nicht erst beim Songmaterial, das zwar durch die Bank solide, überdurchschnittliche Kost aufbietet, in der Endabrechnung allerdings ohne echte Highlights vom Kaliber ´The Launch´ oder ´Stare At The Sun´ auskommen muss. Anstatt in die Vollen zu gehen und gitarrentechnisch Druck zu machen, klingt die Band über weite Strecken merkwürdig relaxt (satt?) und lässt einfach den bedingungslosen Willen zum Sieg und damit leider auch den letzten Biss missen.

Obwohl sich beinharte Old School-Metaller den Rundling getrost zu Gemüte führen können, muss die endgültige Entscheidung, ob sich der gute Blaze einen Platz im Metal-Olymp verdient hat, fürs Erste noch mal vertagt werden. Aller guten Dinge sind drei? Hoffentlich! Denn hier war mit Sicherheit mehr drin.

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