Review

Reviews 8.5

BLACK OATH

Ov Qliphoth And Darkness

Ausgabe: RH 314

I Hate/Soulfood (51:02)

Dass das Label die Lombarden BLACK OATH im CD-Info als Erben von Death SS, Paul Chain und Jacula preist und zudem gar nicht aufhören kann, von „witchcraft“, „darkness“ und ´nem „esoteric path“ zu faseln: geschenkt. Besonders schlau ist ein Konzentrieren aufs Trendige allerdings nicht, denn der Dreier, der in den letzten Jahren bereits mit seinem Full-length-Debüt „The Third Aeon“ sowie diversen 7“-Singles offensiv auf sich aufmerksam gemacht hat, ist musikalisch nicht nur viel besser, als es die plötzlich wiederentdeckten angeblichen Vorbilder jemals waren, sondern auch anders positioniert: Zwar streift Frontmann A.Th gesanglich nur sehr selten höchste Höhen, und das allzu Theatralische liegt ihm auch nicht, der pure Doom der Band sollte aber dennoch vor allem in die Hände passionierter Solitude-Aeturnus- und Candlemass-Fans geraten. Ähnlich wie die Fixpunkte der Szene wissen auch BLACK OATH, wann es Zeit ist, das Tempo anzuziehen, und ihnen ist bewusst, wann einem Achtziger-Metal-Riff eine Sabbath-lastige Siebziger-Verbeugung folgen muss. Von den acht Songs, die es zusammen auf 51 Minuten bringen, kackt keiner ab, aber vor allem die bockstarke Albummitte mit ´Sinful Waters´, ´Scent Of A Burning Witch´ und ´Witch Night Curse´ schiebt „Ov Qliphoth And Darkness“ als bisher zweitbestes Genrealbum des Jahres nach - natürlich - der neuen Procession über die Ziellinie.

Autor:
Boris Kaiser

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