Review

Reviews 8.0

BITCH QUEENS

Kill Your Friends

Ausgabe: RH 333

PLUS-MINUS

LuxNoise/NMD (33:24)
Besser gut geklaut als schlecht selbst gemacht - oder wie war das doch gleich? Die Selbstverständlichkeit, mit der sich die Schweizer BITCH QUEENS an Musik, Attitüde und sogar Outfits bei den norwegischen Vorzeige-Punk´n´Rollern Turbonegro bedienen, kann man jedenfalls nur noch als dreist bezeichnen. Aber: Das Quartett feuert auf „Kill Your Friends“ locker einen Ohrwurm nach dem anderen aus der Hüfte und macht dabei durchweg eine mehr als formidable Figur. Und man kann sich ja auch wirklich schlechtere musikalische Vorbilder als besagte norwegische Chaotentruppe (die übrigens auch gerne mal wieder eine neue Platte nachlegen dürfte) aussuchen. Wenn „Kill Your Friends“ nicht gerade im verregneten Winter erscheinen würde, wäre es der optimale Soundtrack für die ersten sommerlichen Grillpartys. Bullseye, Baby!
Jens Peters
8

Schuld war nur der Bossa nova? Nicht immer. Im vorliegenden Review waren es wohl eher die gefühlten drölfzig Liter Glühwein, die sich Kollege Peters laut der üblichen gut informierten Quellen jeden Abend auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt hinter die Binde gekippt hat. Dass er sich dabei in seinem typischen Leopardentanga-Outfit eher wenig lasziv um seine transportable Poledance-Stange gewunden und lautstark BITCH QUEENS-Anzüglichkeiten wie ´Lick It (Like You Like It)´, ´Gimme A Kiss´ oder ´Waste Me´ von sich gegeben hat - geschenkt. Aber irgendwann ist auch mal Schluss. Stichwort: Sorgfaltspflicht der Leserschaft gegenüber. Okay, die BITCH QUEENS haben mit Turbonegro nicht den schlechtesten Einfluss gewählt, aber akustische Einfältigkeiten, wie man sie auf „Kill Your Friends“ zuhauf findet, schrauben sich Happy Tom und seine Sidekicks selbst mit drei Promille im Blut binnen zehn Minuten zusammen. Tut euch einen Gefallen und bleibt beim Original.
Thomas Kupfer
5

Autor:
Thomas Kupfer
Jens Peters

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