Review

Reviews 8.0

BETHLEHEM

Stönkfitzchen

Ausgabe: RH 285

Red Stream (31:38)

„Mein Weg“, der letzte offizielle Longplayer der Grevenbroicher Urgesteine, hatte mit Black Metal nichts mehr zu tun, sondern spiegelte die damaligen Hörgewohnheiten des Bandkopfs Jürgen Bartsch wider: Rammstein, Type 0 Negative sowie diverse Gothic-Truppen. Nach „A Sacrificial Offering To The Kingdom Of Heaven In A Cracked Dog´s Ear“, einer von Shinings Kvarforth eingekreischten Neuinterpretation des Klassikers „S.U.I.Z.I.D.“, bietet vorliegende Mini-CD mit dem geschmacklos-komischen Vertauschte-Buchstaben-Titel die ersten tatsächlich neuen Stücke seit sechs Jahren. Wieder ackert, schwitzt und blutet der schwedische Selbstverstümmler am Mikro - dreimal auf Deutsch, wohlgemerkt! Und er kann mit unserer Sprache ziemlich prima umgehen und sie rauchig auskotzen, dieser schräge Messerwetzer. Ferner quält sich Kvarforth im Stück ´Pillerthrillaren´ durch einen eigenen (schwedischen) Text und in ´The 11th Hour´ durch eine Neueinspielung des „Mein Weg“-Ohrwurms ´Dr. Miezo´. BETHLEHEM gehen nach langer Zeit wieder rabiat, widerlich, pechschwarz, hoffnungslos und misanthropisch zu Werke. Es bedarf einer halben Stunde, um der Welt zu zeigen, wer die Meister des sogenannten Suicidal Black (oder besser: Dark) Metal sind. Das Stink-, ähem, „Stönkfitzchen“ mit seltsamen Songtiteln der Marke ´Kalt regelt ab die Krankgeburt´ gehört in jede vernünftige Sammlung musikalischer Obskuritäten.

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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