Review

Reviews 3.0

BETHLEHEM

Schatten aus der Alexander Welt

Ausgabe: RH 173

Dass die Basis von BETHLEHEM im Kranken, Verrückten und Absurden liegt, weiß mittlerweile jeder. Und für diese Einzigartigkeit habe ich die Truppe aus Grevenbroich auch immer respektiert, obwohl mir die Kombination aus wirrem Lyrikeintopf und sicker Musik nicht immer vollends gelungen schien. Mit ihrer Doppel-CD ”Schatten aus der Alexander Welt” stößt mich die Band jedoch regelrecht ab - nicht etwa, weil die Jungs noch verrückterer, noch schrägerer, noch ungeheuerlicherer Kunst frönen. Nein, weil der neueste Mischmasch aus Hörspiel (!!!) und Musik von fürchterlicher Peinlichkeit ist. Genau genommen sind die Dialoge zwischen naiven Erstsemester-Eiertänzen und naseweisen Klugscheißereien genauso hundsübel wie der auswendig gelernte Humbug, den wir auf ”Das Schloss”, dem überflüssigen Album von Schwarz, erdulden mussten.

Bleibt letztlich eine runde Dreiviertelstunde an Musik, die manchmal aufzeigt, dass nachdenkliche, melodramatische Songs der Marke Beyond Dawn und elektrorockige Metal-Nummern den Grevenbroichern mittlerweile näher stehen als die ganz harte Evilschule.

Wenn man wenigstens die Hörspielspülung, sprich die Skip-Taste, betätigen könnte, damit man nur die Songs hören kann - aber nein, Musik und Laberstunde gehen größtenteils nahtlos ineinander über. Pech gehabt...

Autor:
Wolf-Rüdiger Mühlmann
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