Review

Reviews 5.0

BETHLEHEM

Sardonischer Untergang im Zeichen irreligiöser Darbietung

Ausgabe: RH 133

Die deutschen Darkmetaller von BETHLEHEM schaffen es mit schöner Regelmäßigkeit, ihre Fans immer wieder in Verzückung zu versetzen, beim Verfasser dieser Zeilen lösen sie jedoch einfach nur große Verständnislosigkeit aus. Eines aber ist sicher: In irgendwelche Schubladen läßt sich diese Band ganz sicher nicht einordnen! Ihr letztes Album "Dictius Te Necare" ging mir zum Beispiel aufgrund der völlig unkontrolliert wirkenden, hysterisch herausgekreischten Vocals endlos auf den Sender. Zwar hat es seitdem einen Wechsel am Mikro gegeben (für den Pavor-Basser Landfermann kam Marco von Deinonychus), aber auch das neue Werk will mir immer noch nicht so recht reingehen. Das mag zum einen wieder mal am ähnlich gelagerten Gesang liegen, auf der anderen Seite sind es aber auch die zumeist völlig depressiv klingenden Songstrukturen. Zahlreiche doomige Passagen sowie nervenzerfetzende Disharmonien in Verbindung mit hartem Metal-Sound und krassen deutschen Texten spiegeln sehr deutlich das offensichtliche Lieblingsthema dieser Truppe wider, das da heißt: Tod - in allen möglichen Varianten. Wer also auf der Suche nach einer völlig eigenständigen, extremen Band ist, sollte BETHLEHEM mal antesten. Selbstmordgefährdete machen aber besser einen großen Bogen um alles, was das Logo der Band ziert, denn dieser Sound zieht einen garantiert runter. Der Albumtitel heißt in Kurzform sicher nicht ohne Grund S.U.i.Z.i.D.!

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