Review

Reviews 8.5
Black Metal Death Metal

BEHEMOTH

Opvs Contra Natvram

Label: Nuclear Blast/Rough Trade
Dauer: 43:15
Erscheinungsdatum: 16.09.22
Ausgabe: RH 423

Ob man BEHEMOTH mag oder nicht: Man muss den Polen um Frontmann Adam „Nergal“ Darski zugestehen, dass sie eine Klasse für sich sind, und entgegen diversen Redaktionsmeinungen beweisen sie das meiner Ansicht nach auch auf ihrem neuesten Werk „Opvs Contra Natvram“ auf mehreren Ebenen.

Dreht man das Intro ´Post-God Nirvana´ auf, macht sich spätestens beim Einsatz von Nergals Schlachtrufen Gänsehaut breit. Die Band weiß, wie man Spannung und Atmosphäre erzeugt, und zieht damit sofort in den Bann, ehe ´Malaria Vvlgata´ das klassische Black-Death-Feuer BEHEMOTHs entfacht. An dieser Stelle zeigt sich auch, dass sich eine fette und eine organische Produktion nicht zwingend ausschließen müssen - und dass man kein plastisch klingendes Schlagzeug braucht, wenn man einen guten Drummer hat. Musikalische Highlights finden sich auf der erneut äußert detailreich komponierten Platte einige: ´The Deathless Sun´ repräsentiert eine typisch majestätische BEHEMOTH-Hymne, die vor dem inneren Auge dunkle Wolken aufziehen lässt und live unfassbar mitreißend werden wird, während darauffolgend ´Ov My Herculean Exile´ einen großartigen kompositorischen Gänsehaut-Moment bietet, indem aus einem Solo heraus unter stetigem Crescendo alles in einer völlig überragenden Blastbeat-Explosion endet. Wow! Darüber hinaus zeigt das Trio auch andere Facetten und legt beispielsweise in ´Off To War!´ einen geilen Metal-Punk-Moment hin, der in der Gitarre an eine schnellere Version des End-Riffs von Beherits ´The Gate Of Nanna´ erinnert. Insgesamt bleibt „Opvs Contra Natvram“ als klassisches BEHEMOTH-Epos hängen, auf dem es noch deutlich mehr zu entdecken gibt, als diese Rezension abdecken kann.

Autor:
Mandy Malon

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