Review

Reviews 8.0

BEHEMOTH

Evangelion

Ausgabe: RH 268

(42:00)

BEHEMOTH profilieren sich erneut als eine der besten extremen Bands im kommerziell relevanten Bereich. Auch auf „Evangelion" werden alle aktuellen Trademarks bravourös durchexerziert: zum einen die technisch einwandfreie Arbeit an den Instrumenten, schnell und melodisch (mit einigen orientalisch anmutenden Leads), andererseits wird mit Präzision und Bombast (die Produktion ist klar und druckvoll) trotz maximaler Brutalität wieder ein Gefühl der Erhabenheit transportiert. Kryptisch klingende Titel wie ´Daimonos´ oder ´Shemaforash´ sind typische Stücke mit boshaft rausgeschleuderten Grunts, explizit rausgestellter Kür an der Gitarre und infernalischen Blasts. ´The Seeds Ov I´ ist wenigstens abschnittweise behäbiger. ´Lucifer´ hingegen ist der erste ruhige Song seit wahrscheinlich gut zehn Jahren - zähflüssig, extrem heavy, mit gezerrten Growls und ausgezeichneten Riffs, die man so oder ähnlich von Secrets Of The Moon erwartet hätte.

„Evangelion" ist eine ausgezeichnete Veröffentlichung; dennoch war „Demigod" das bisher vielschichtigste und melodischste Album der Band. „Evangelion" knüpft hinsichtlich Härte und Rhythmus stärker an den Vorgänger „The Apostasy" an.

Autor:
Marianne Frenschkowski
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