Review

Reviews 8.5

BAD RELIGION

True North

Ausgabe: RH 309

Epitaph/Indigo (35:21)

Dass bei 16 Songs in ´ner guten halben Stunde kein Platz für allzu viel „Rock“ ist, dürfte klar sein, und BAD RELIGION überlassen die irgendwie komische Springsteen-&-Co.-Huldigung, die man auf dem letzten, eher schwachen Album „The Dissent Of Man“ finden konnte, in der Tat ab sofort wieder Social Distortion oder wem auch immer und knallen einem in bester Endachtziger/Frühneunziger-Manier - vom Unteres-Midtempo-Stinker ´Hello Cruel World´, dem einzigen Stück, das die Drei-Minuten-Marke knackt, abgesehen - ausschließlich rassige bis rabiate Pogo-Pretiosen vor den Latz, dass einem beinahe die Schmalzkringel von der Rübe fallen. Zweiter Frühling? Keine Ahnung, jedenfalls macht „True North“ mit kalorienreichen Krachern wie ´Vanity´, ´Popular Consensus´ und ´My Head Is Full Of Ghosts´ noch mal deutlich klar, wer im Melocore-Stall die dicksten Eier hat, und bei ´Land Of Endless Greed´ sowie dem überragenden ´Nothing To Dismay´ denkt man - kein Scheiß! - sogar unweigerlich an die 1988er Blaupause „Suffer“. Niemand behauptet, dass Graffin, Gurewitz und Hintermannschaft in den letzten 20 Jahren nur Mist abgeliefert hätten - im Gegenteil, man höre z.B. „The Empire Strikes First“ -, aber „True North“, Album Nummer 16, ist mit ziemlicher Sicherheit die beste BAD RELIGION-Platte seit „Recipe For Hate“ von 1993.

Autor:
Boris Kaiser

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