Review

Reviews 8.0

BACKYARD BABIES

Four By Four

Ausgabe: RH 340

Gain/Sony (34:08)
Ganz objektiv betrachtet kann man „Four By Four" eigentlich überhaupt nichts vorwerfen. Die Comeback-Platte der BACKYARD BABIES zählt, da muss man nicht groß diskutieren, zu den besten Genre-Outputs des aktuellen Jahrzehnts und würde vermutlich als Klassiker in die Geschichte eingehen, wenn, ja wenn Nicke Borg und seine Jungs die Messlatte, an der sich auch heute noch jede Rotzrock-Platte messen lassen muss, in den späten Neunzigern und frühen Nullern mit unvergessenen Killer-Alben wie „Total 13" und „Stockholm Syndrome" nicht selbst so unfassbar hoch gelegt hätten. Blöd gelaufen. Da es aber nun mal ist, wie es ist, wird uns „Four By Four" in Zukunft wohl „nur" als tolles, aber eben nicht als wegweisendes Album in Erinnerung bleiben. Spaß macht die Platte freilich trotzdem, und die Babies zeigen eindrucksvoll, dass sie während ihrer längeren Schaffenspause (die bis dato letzte, selbstbetitelte Scheibe ist von 2008) keinen Deut ihres Gespürs für starke Melodien und Hooklines, die beim ersten Hören sofort ins Ohr gehen, eingebüßt haben. Für einen Opener wie ´Th1rt3en Or Nothing´ würde sich manch anderer Musiker seinen rechten Arm abhacken, ´Wasted Years´ dürfte in Zukunft fester Bestandteil des Live-Programms werden, und mit ´Walls´ haben die Jungs sogar einen überlangen Track im Programm. Wenn nur die eigene Vergangenheit nicht wäre...

Autor:
Jens Peters
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