Review

Reviews 9.0

BACKYARD BABIES

Backyard Babies

Ausgabe: RH 256

Der letzte Longplayer „People Like People Like People Like Us“ war bei weitem nicht so schlecht, wie er von vielen gemacht wurde, auch wenn er eine gewisse Orientierungslosigkeit ausstrahlte und letztendlich den Nerv der Zeit verfehlte. Und auch „Backyard Babies“ ist nicht der Giftgrüne geworden, den man der Generation Grunge/Alternative 1998 in Form von „Total 13“ ins Gesicht rotzte. Aber spätestens in der zweiten Hälfte des aktuellen Albums nähern sich die Schweden jenem Klassiker wie auf keiner anderen Scheibe ihrer Bandhistorie. So erinnert das Riff von ´Idiots´ ziemlich stark an den Gassenhauer ´U.F.O. Romeo´, und der Song lässt auch endlich wieder deutliche Einflüsse von Social Distortion durchscheinen, die später auch immer wieder bei Songs wie ´Nomadic´ oder ´Back On The Juice´ auftauchen. Der Opener ´Fuck Off And Die´ oder auch ´Come Undone´ hätten hingegen auch auf „Making Enemies Is Good“ stehen können, wenn diese Scheibe damals eine Spur räudiger ausgefallen wäre. Laut Sänger Nicke war die Trennung von seiner langjährigen Freundin eine große Inspiration zum Album, was sich in einigen deutlich angepissten Lyrics widerspiegelt. Aber trotz dieser negativen Episode erreichen die BACKYARD BABIES zum ersten Mal tatsächlich wieder die Unbekümmertheit und Leichtigkeit ihres Klassikers, auch wenn unterm Strich dessen ungestüme Energie zehn Jahre später einer songwriterischen, erwachsenen Souveränität weicht.

Autor:
Andreas Himmelstein
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